Denn sie wissen,
was sie tun

Leistungsmodelle schaffen Klarheit und Rechts­sicherheit für AuftraggeberInnen und AuftragnehmerInnen.

 

Rechtssicherheit und die Klärung eindeutiger Verantwortlichkeiten gehören für AuftraggeberInnen öffentlicher Bauvorhaben zu den zentralen Aspekten eines Projektes. Die Herausforderungen reichen dabei von der rechtlich korrekten und inhaltlich sinnvollen Gliederung der einzelnen Ausschreibungs- und Auftragslose bis hin zur genauen Beschreibung, was innerhalb welches Auftragsloses zu leisten und zu liefern ist. Dabei gilt es Doppelgleisigkeiten ebenso zu vermeiden, wie Ausschreibungslücken. Beides kann mitunter zu deutlichen Kostenerhöhungen aber auch zu unklaren Situationen bei Haftungsfragen führen.

Öffentliche Auftraggeber, die nur selten mit der Durchführung von Bauvorhaben zu tun haben, stehen dabei oft vor einem unüberblickbaren Dickicht an technischen und rechtlichen Fragen.

Für die effiziente und rechtssichere Lösung dieser Fragen hat Universitätsprofessor Hans Lechner in Zusammenarbeit mit der Kammer der ZiviltechnikerInnen, VergaberechtsexpertInnen und erfahrenen öffentlichen Auftraggebern wie der ÖBB, der KAGES oder der Grazer GBG ein modular aufgebautes Standardwerk „Leistungsmodelle – Vergabemodelle“ erarbeitet. Die Sammelmappe stellt für sämtliche Planungsaufgaben präzise ausgearbeitete Leistungsmodelle in Form von einzelnen Broschüren, Textdokumenten und Excel-Vorlagen bereit, die praktisch für jedes Bauvorhaben direkt angewendet werden können.

BauauftraggeberInnen, die diese Leistungsmodelle verwenden und darüber hinaus den Grundsatz der strikten Trennung

 

 

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von Planungs- und Ausführungsleistungen beachten, sind damit für jedes Projekt in einen sicheren Planungs- und auch Rechtsrahmen eingebettet.

Universitätsprofessor Lechner unterstreicht das enorme Know-how und den empirischen Erfahrungsschatz, der in die Ausarbeitung dieser Leistungsmodelle eingeflossen ist. „Wir haben dabei auf die Erfahrungen von über 3.000 Einzelverfahren und mehr als 200 Architekturwettbewerben zurückgreifen können“, unterstreicht Lechner. Bei der Ausarbeitung der Leistungsmodelle wurde vor allem auch auf ihre unmittelbare praktische Anwendbarkeit geachtet.

„Wir haben bei der Erarbeitung der Leistungsmodelle auf die Erfahrungen von über 3.000 Einzelverfahren und mehr als 200 Architekturwettbewerben zurückgreifen können“
Univ. Prof. Hans Lechner

„Ein wesentlicher Vorteil der Leistungsmodelle ist, dass hier die trockenen Paragrafen des Vergaberechts in unmittelbar handhabbare, praktisch anwendungsfähige Texte übersetzt wurden, die 1:1 als Leistungsbilder für einen Vertrag übernommen werden können“, sagt Lechner.

Der Katalog der Leistungsmodelle umfasst mehr als 30 einzelne Broschüren zu allen Planungsaufgaben. Von der Projektentwicklung bis zur Tragwerksplanung oder der Bestandsprüfung von Brücken. Im Paket mit enthalten ist auch ein Katalog an Wordfiles und Excel-Vorlagen, die direkt für die jeweiligen Projekte übernommen werden können.

In diesen Modellen sind einfach handhabbare Kostenermittlungstabellen eingearbeitet, die Auftraggebern einen rasch herstellbaren Überblick über voraussichtlich anfallende Kosten für eine bestimmte Aufgabe ermöglichen. Professor Lechner weist darauf hin, dass das für öffentliche Auftraggeber auch deshalb wichtig ist, weil nach den geltenden Vergaberechtsbestimmungen die Wahl der rechtlich zulässigen Vergabeverfahren von der Ermittlung des voraussichtlichen Auftragsvolumens abhängt.

 

 

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DI Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB Infrastruktur AG, dessen Unternehmen zu den mit Abstand größten öffentlichen Bauauftraggebern in Österreich zählt, spricht sich aus eigener Erfahrung für die Verwendung solcher Modelle aus: „Wir verwenden gerne diese Standards, weil sie das Leben erleichtern. Standards haben grundsätzlich den Vorteil, dass sich Auftraggeber- und Auftragnehmerseite schon damit auseinandergesetzt haben, worauf es bei einer bestimmten Dienstleistung ankommt. Sie gewährleisten, dass man sich auf die zu erbringende Leistung verlassen kann, und man nicht wieder alles komplett selbst von vorne durchforschen muss. Das gilt für Auftraggeber und  Anbieter gleichermaßen.“ Einen weiteren wesentlichen Vorteil sieht Bauer in der klaren Zuweisung der Verantwortungssphären: „Wenn die grundsätzlichen Verantwortlichkeiten in der Sphärenzuteilung geklärt sind, tut man sich leicht, wenn beispielsweise Änderungen notwendig sind, diese nachträglich der entsprechenden Sphäre zuzuweisen.“

Ein Vorteil der standardisierten Leistungsmodelle ist die exakte Vergleichbarkeit von Angeboten auf Auftraggeberseite und die deutliche Vereinfachung der Anbotslegung und Kalkulation auf Auftragnehmerseite. DI Martin Schoderböck, Ziviltechniker für Bauingenieurwesen, der ebenfalls an der Ausarbeitung der Leistungsmodelle mitgearbeitet hat, bringt es auf den Punkt: „Ich weiß, was ich zu liefern habe. Und der Bauherr weiß, was er bekommt.“

Ausführliche Information und Leistungsmodelle finden Sie hier: www.arching.at