Anfängerglück

Ob ein Projekt ein Erfolg wird, entscheidet sich ganz am Anfang. Hier erfahren Sie, worauf es bei einer perfekten Projektentwicklung ankommt.

Von der ersten Überlegung für ein neues Bauprojekt bis zur Fertigstellung und Übergabe ist es ein langer Weg, auf dem viele Schwierigkeiten, Hindernisse und oft auch Kostenüberschreitungen zu überwinden sind. Ob das fertiggestellte Projekt dann auch tatsächlich den Anforderungen der NutzerInnen entspricht, sollte sich dabei nicht erst während der Bauphase oder gar nach der Übergabe zeigen.

Entscheidend für jedes erfolgreiche Bauprojekt ist eine gute und detaillierte Projektentwicklung. Denn in der Projektentwicklungsphase entscheidet sich, ob das Raumprogramm, die durch das Gebäude vorgegebenen Logistik- und Ablaufstrukturen und damit verbunden auch die späteren Nutzungs-, Bewirtschaftungs- und Instandhaltungskosten, in einem sinnvollen Verhältnis zum Gesamtvorhaben und der Errichtungsinvestition steht.

Je genauer und fokussierter ein Projekt entwickelt wird, umso geringer sind auch in der Bauphase selbst allenfalls kurzfristig notwendige Umplanungen. Mit allen damit verbundenen Folgen von Zeit- und Errichtungskostenüberschreitungen.

„Man muss sich vor Augen halten, dass die Planungskosten nur einen verschwindenden Anteil an den Gesamtprojektkosten ausmachen“, sagt Univ.-Prof. Lechner, der in Zusammenarbeit mit der ZiviltechnikerInnenkammer ein detailliert ausformuliertes Leistungsmodell für Projektentwicklungen ausgearbeitet hat.

„Wer ein Projekt innerhalb dieses Leistungsmodellrahmens von einem Ziviltechniker entwickeln lässt, schafft einen sicheren und gut strukturierten Rahmen für eine umfassend durchdachte Projektentwicklung“, ist Martin Schoderböck, Ingenieurkonsulent für Bauingenieurwesen, überzeugt, der an der Erstellung des Leistungsmodells „Projektentwicklung“ mitgearbeitet hat.

Der Leitfaden strukturiert den gesamten Prozess der Bauprojektentwicklung in einer Art Baukastensystem vor. Von der Bedarfsplanung über die Standortwahl, Bestandsaufnahme bis hin zu Machbarkeitsstudien und der konkreten Formulierung der Planungsaufgabe – zum Beispiel für einen Architekturwettbewerb.

Erfahrene öffentliche Auftraggeber, wie beispielsweise die Immobilientochtergesellschaft der Stadt Graz, die GBG – Grazer Gebäude und Baumanagement GmbH wissen, worauf es bei einer Projektentwicklung ankommt. Rainer Plösch, bei der GBG für Projektentwicklungen zuständig, hat selbst an der Entwicklung des Leistungsmodellkataloges der Ziviltechnikerkammer mitgearbeitet. Öffentlichen Auftraggebern, die selten mit Bauvorhaben zu tun haben und über keine spezialisierten internen Abteilungen für Bauprojektmanagement verfügen, rät er, auf Basis des Leistungsmodells „Projektentwicklung“ schon von Beginn an erfahrene Projektentwickler beizuziehen:  „Einer Gemeinde, die vor der Aufgabe steht, ein singuläres Bauprojekt alle 20, 30 Jahre zu machen, wie den Neubau einer Volksschule oder Ähnliches, der würde ich raten, diese Phase Null, wie wir sie jetzt bezeichnen, ganz intensiv anzugehen. Da wird es wahrscheinlich nicht ohne externe Hilfe gehen, wir würden doch jedem raten, einen professionellen Projektsteuerer zu engagieren“, empfiehlt Plösch.

Ausführliche Information und Leistungsmodelle finden Sie hier: www.arching.at

Ausführliche Information und Leistungsmodelle finden Sie hier: www.arching.at